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Vier-Tage-Woche im Handwerk

Flexibilität ist eine Frage der Größe. Aber nicht der Unternehmensgröße – so viel ist klar.

Während sich manch großes Unternehmen merklich schwer damit tut, sich von alten Gewohnheiten zu lösen, sind es manchmal gerade die kleineren, die sich besonders flexibel zeigen. So wie „Die Schreinerei“ von Matthias Stader auf der Insel Reichenau. 2020 wurde hier die Vier-Tage-Woche eingeführt. Zur Zufriedenheit von Mitarbeitenden und Geschäftsführung. Denn Leistung und Umsatz stiegen merklich. Ebenso die Loyalität. Während sich Krankenstand und Anzahl der Überstunden verringerten.

Um das möglich zu machen, wurde die Wochenarbeitszeit von 39,75 auf 37 Stunden verringert – bei gleichem Gehalt. Die Mitarbeitenden arbeiten seither montags bis donnerstags eine halbe Stunde mehr als vor der Umstellung und haben dafür standardmäßig ein langes Wochenende.

Wisst ihr, warum uns Beispiele wie dieses so sehr gefallen? Weil wir so oft hören, dass Flexibilität ein nettes Gimmick für Büroangestellte ist – nicht aber für Produktionsbetriebe, Handwerk oder Handel geeignet. Und genau hier seht ihr, dass Flexibilität eben doch eine Chance für alle ist!

Wer übrigens mehr zur Geschichte von Matthias Stader wissen möchte, dem sei dieser Südkurier-Artikel ans Herz gelegt.